Ausgebremst… was nun?

Das kennt wohl jeder Läufer. Wir sind gerade so richtig in einem Runner‘s High und die Motivation ist hoch. Das Training läuft super, die VO2max Werte steigen kontinuierlich und man freut sich schon auf die nächsten Läufe. Und dann kommst.Völlig unerwartet kriegt man eins mit der groben Kehle und muss von heute auf morgen erst mal die Laufschuhe im Regal stehen lassen. Diesmal hat es mich auch erwischt, aber ich hoffe, dass es nicht so schlimm wird, wie bei der Bänderdehnung im Jahr 2017, als ich beim Umzug auf der nassen Treppe mit dem Fuß nach außen umgeknickt bin. Da hatte ich fast 8 Wochen lang Pause, was mich so ziemlich komplett aus meiner Saison rauskatapultiert hatte. Diesmal hat es weder direkt noch indirekt was mit dem Laufen zu tun. Und komischerweise sollte das, was der Arzt bei mir prognostiziert hat, eigentlich durch das Laufen positiv beeinflusst werden. Es geht um eine schmerzhafte Darmentzündung, die mich mit Antibiotika und Schonkost von der Laufpiste fern hält. Aktuell schlagen die Medikamente gut an, und nach meiner Kalkulation mit der Anzahl der Tabletten und dem Sicherheitspuffer, den man nach dem Ende der Einnahme noch einhalten soll, wird es wohl erst wieder am 10.3.2020 losgehen. Das würde ja noch passen und die knapp 2 Wochen sollte man schnell wieder kompensieren können, um wieder auf seinen vorherigen Fitness-Level zu kommen. Ich wollte ja eh mit dem Maffetone Trainingsmodell durchstarten, also slowly wieder auf die Füße kommen.

Nichtsdestotrotz werde ich nach dieser Geschichte einen Termin zur Darmspiegelung machen lassen, was ich auch jedem ab 50 ans Herz legen würde. Wir leben nun mal in einer Wohlstandsgesellschaft mit allen Lastern im Bereich Alkohol- und Zigarettenkonsum, wenig sportlicher Betätigung, sowie übermäßiger Nahrungsaufnahme mit zu wenig Ballaststoffen. Da macht der Darm dann auch mal schlapp und lässt euch das deutlich spüren. Mit Alkohol, Zigaretten und wenig Sport habe ich eigentlich nicht zu kämpfen, also muss mir wohl die ketogene Ernährung auf den Darm geschlagen sein.

So, das erst mal zu dem Thema, warum in Runalyze und im kmspiel keine Laufkilometer mehr von mir auftauchen werden. Damit fallen natürlich erst einmal ein paar Testberichte flach, was den Laufrucksack und sonstige Gadgets betrifft, über die ich berichten wollte. Aber das wird auf jeden Fall nachgeholt, versprochen!

Aktualisierung 12.3.2020:

Ich war gestern auf der Laufstrecke und habe eine kleine Runde gedreht. Aktuell bin ich schmerzfrei und das einzig Positive an der ganzen Darmentzündung mit der damit verbundenen Schonkost war, dass ich noch mal kräftig abgenommen habe.An dieser Stelle auch noch mal herzlichen Dank an meinen Schatz, die es erfolgreich geschafft hat, die fast fettfreien Speisen doch noch irgendwie schmackhaft zu machen. Ich denke, dass meine ketogene Diät damit erst mal ad acta gelegt werden kann, um meinen Darm ein bisschen zu schonen. Mein Fitness-Level (grün) in Runalyze vor dem Lauf war natürlich wieder im Keller, dafür geht die Müdigkeit (rot) fast gegen 0.

Angeregt durch einen Beitrag im „Was läuft“ Podcast liebäugle ich aktuell mit einem neuen Gadget, um mich mal selbst in Szene zu setzen. 😉 Stichwort „Gimbal“ lässt das Kameramann Herz höher schlagen. Da werde ich mich aber erst mal genauer in die Materie einarbeiten müssen, bevor ich was bestelle und die ersten brauchbaren Szenen vielleicht hier vorstelle. Oder vielleicht doch gleich ’ne GoPro? Schau mer mal.

Als ich letztens in meiner Grabbelkiste mit allerlei elektronischen Daddelkram gewühlt habe, um meine aufsteckbare Webcam zu finden, die ich im Homeoffice bei Skype Konferenzen verwenden will, ist mir meine alte Speedbox II von Beurer in die Hände gefallen.Mmmhhh, was kann ich denn damit noch anfangen, da ich ja schon lange keine Laufuhr von Beurer mehr besitze? Mal hinten auf die Beschriftung geschaut und das ANT Symbol entdeckt (Android Übertragungsprotokoll). ANT Sensoren sind ja auch mit meiner neuen Forerunner 35 koppelbar. Zumindest mit meinem BerryKing Pulsgurt, der beide Übertragungen (Bluetooth und ANT) beherrscht, hat das anstandslos geklappt. Gut, ich hatte den Footpod lange nicht mehr in Gebrauch und das Öffnen und anschließende Schließen des Batteriedeckels ergab keine Reaktion bei der roten LED. Also schnell eine frische CR2032 eingebaut und das 3-malige Blinken gab mir zu verstehen, dass der Laufsensor wieder aktiv war.

In die Einstellungen der Uhr gegangen und im Punkt „Sensoren“ den Unterpunkt „hinzufügen“ gewählt. Und es dauerte nicht lange und die Speedbox II wurde erkannt und als Symbol beim Start des Trainings angezeigt. Jetzt bin ich mal gespannt, wie die Pace Anzeige in Runalyze/Garmin Connect aussehen wird. Die war eigentlich bis auf den durchschnittlichen Endwert nicht zu gebrauchen, weil die Schwankungen durch die GPS Ermittlung einfach zu groß waren. Hier mal ein Beispiel dazu. Die blaue Linie stellt meine Pace dar. So laufe ich aber definitiv nicht.

Statistik aus Runalyze (https://www.runalyze.com)

Update nach dem Lauf: Leider hat sich das Ergebnis bzgl. der Pace nicht gravierend unterschieden. Ich nehme an, dass der Laufsensor eher in die Bresche springt, wenn das GPS ausfällt. Ein heranziehen des Manuals brachte folgende Info zu Tage:

Beim Training im Gebäude können Sie einen Laufsensor verwenden, um Pace, Distanz und Schrittfrequenz aufzuzeichnen. Beim Training im Freien können Sie einen Laufsensor verwenden, um Schrittfrequenzdaten über GPS-Pace und -Distanz aufzeichnen.

Damit scheint das Ganze nur zu funktionieren, wenn kein GPS Empfang möglich ist, also typischerweise im Fitness-Studio oder in Großstädten mit GPS Löchern in den Häuserschluchten. Ok, dann lasse ich das Teil für das normale Lauftraining weg, da es schon eine ziemliche Fummelei ist, den Sensor am Schnürsenkel zu befestigen. Und wenn man andere Schuhe anziehen will, geht die ganze Prozedur von vorne los.

Leider habe ich mein erklärtes Ziel, nach der Maffetone Methode zu trainieren, auch nicht umsetzen können. Dafür war meine durchschnittliche Herzfrequenz nach der Zwangspause etwas zu hoch und ich hätte einen großen Teil walken müssen, was bestimmt auch nicht schlecht gewesen wäre. Aber man freut sich nach der Pause endlich wieder laufen zu können und will dann nicht dauernd von der Pulsuhr drangsaliert werden.

Der Wetterbericht verspricht für die nächste Woche Frühlingstemperaturen und ich freue mich schon wieder aufs Laufen mit Sonne und bei zweistelligen Temperaturen. Und bis dahin hat sich hoffentlich die ganze Corona-Virus Geschichte wieder etwas beruhigt. Leider leiden auch viele Laufveranstaltungen darunter und müssen abgesagt oder verlegt werden. Ich hatte eigentlich geplant, mich für den 10 km Lauf beim Seligenstädter Wasserlauf anzumelden. Nun wird das leider nichts mehr. Schade, aber es ist wohl bei den aktuellen Infektionszahlen notwendig geworden.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal
Der Klaus

It’s a long way to UHU. Einfach noch mal ein bisschen Druck aufbauen mit der Statistik. 😉

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